Alle weichen Linsen werden aus quellfähigen Kunststoffen hergestellt. Nach der Wasseraufnahme sind sie weich und flexibel. Allerdings auch empfindlich. Bei Handhabung, Tragezeiten und Pflege sind bestimmte Regeln zu beachten. Bei der Linsenabgabe und den anschließenden Verträglichkeitsprüfungen erfahren, Sie was man speziell zu beachten hat.

Rotationssymetrische Weiche
Mit diesen Standardlinsen lassen sich einfache Kurz- oder Weitsichtigkeiten gut korrigieren. Es gibt sie meist in drei oder vier verschiedenen Größen. Da die Linsendicke höher als z.B. bei Monatslinsen ist, fällt die Handhabung vielen leichter.

Weiche Individualsysteme sind Maßanfertigungen. Variabel sind die Linsenform; der periphere Rückflächenverlauf sowie die Durchmesser der optischen Zonen, das Linsenmaterial und die Dicke.
Sie kommen zum Einsatz bei seltenen Hornhautformen und -größen. Bei trockenen Augen und Irritationen, die häufig durch klebende, pappende Standardlinsen / Monatslinsen verursacht werden.

Mit sog. torischen Weichlinsen korrigiert man Verkrümmungen der Hornhaut und/oder der Augenlinse. Die Stabilisation, also die Ausrichtung der Zylinderachse, erfolgt z.B. über ein Ballastprisma, einen Innentorus oder Stabilisierungszonen auf der Linsenvorderfläche. Natürlich sollen auch diese Linsen auf dem Auge möglichst gut schwimmen. Dabei ist ein zeitweises Verdrehen des Zylinders unvermeidlich. Sie gibt es als Jahreslinsen, Monatslinsen, und eingeschränkt auch als Tageslinsen.

Weiche für Nah und Fern
Hierbei muss der Alterssichtige gleichzeitig das Bild der Ferne und das Bild der Nähe "verarbeiten" können. Eine Wahlmöglichkeit durch Kopfheben oder Kopfsenken wie bei der Mehrstärkenbrille besteht nicht. Durch das gleichzeitige Sehen durch Fern- und Nahteil der Linse entsteht ein mehr oder weniger unscharfer Seheindruck (Konturenschärfe). Bei hohen Sehanforderungen verbleibt nur die multifokale Hartlinse oder die zusätzliche Lesebrille.