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Die richtige Konstruktion, das richtige Material muß es sein

Bei Linsen bedeutet das eine möglichst schwimmende und auf dem Auge druckfreie Formgebung. Damit der Tränenaustausch und die Benetzung der Hornhaut sowenig wie möglich gestört werden. Das Linsenmaterial darf möglichst nicht trocknen (Weiche pappen dann an), nicht verschmieren und soll den Gasaustausch der Hornhaut mindestens ganztags gewährleisten.

Diese Seite soll einen Überblick über verschiedene Formen geben.


Formstabile Linsen (Hartlinsen)

Weiche wasserhaltige Linsen
 
   

 
   
Formstabile Linsen (Hartlinsen)

Formstabile Linsen, manchmal auch

halbharteoder gar halbweiche
genannt, bestehen aus nicht quellfähigen Kunststoffen. Sie sind rel. klein, schwimmen gut auf der Hornhaut und haben eine sehr gute Langzeitverträglichkeit. Pflege und Handhabung sind einfach. Die Eingewöhnungszeit liegt bei ca. 2-8 Wochen.
 
Mit mehrkurvigen oder asphärischen Formen nähert man sich der ellipsoiden Hornhautform soweit wie sinnvoll an.

Ist dies nicht ausreichend, kann man mit sog. formstabilen Individuallinsen die vom Hersteller vorgegeben Geometrien verlassen und auch das Material den individuellen Anforderungen anpassen.

Innentorische Hartlinsen (RT) besitzen senkrecht zueinander stehend unterschiedliche Krümmungsradien. Sie bilden damit das passgenaue Gegenstück zur Hornhautverkrümmung. Sie sitzen druckfreier, meist zentrischer, und kippeln nicht mehr.

Außentorische Harte (VPT) benötigt man wenn eine Verkrümmung der Augenlinse vorliegt.
Die Korrektur des richtungsabhängigen Fehlers erfolgt über den sog. Außentorus. Für die Einhaltung der Richtung sorgt ein „Ballastprisma“, das sich automatisch nach unten stellt.

Ein Bitorus ist die Kombination aus Innen- und Außentorus. Druckfreier stabiler Sitz, bestmögliche Korrektur des Sehfehlers. Ein zusätzliches Prisma ist meist nicht notwendig. Eigene Anpaß-Programme ermitteln die korrekte Stärke der auf dem Tränenfilm schwimmenden Linse.

   


Harte Linsen für Nah und Fern.
 
Ab ca. Lebensalter 45 macht sich die Alterssichtigkeit bemerkbar. Die Arme werden zu kurz (damit man noch sieht was auf dem Teller ist: unsere Multifokallinsen)

 

 
Sonderlinsen.
Abweichende Hornhautformen z.B. bei Keratokonus, Hornhauttransplantaten, irreguläre Formen nach Unfällen machen spezielle Linsenformen notwendig. Wir verfügen über entsprechende Linsen und die hierfür notwendige Erfahrung.
 
Dezentrierte Form, z.B. bei Keratokonus

 

   


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Weiche wasserhaltige Linsen
   

Weiche Linsen werden aus quellfähigen Kunststoffen hergestellt. Nach der Wasseraufnahme sind sie weich und flexibel. Allerdings auch empfindlich. Bei Handhabung, Tragezeiten und Pflege sind bestimmte Regeln zu beachten. Bei der Linsenabgabe und den anschließenden Verträglichkeitsprüfungen erfahren Sie was man zu beachten hat.

Hier die Formübersicht:
 
Rotationssymetrische Weiche, hiermit lassen sich alle Fehlsichtigkeiten außer größerer Hornhautverkrümmung und Linsenverkrümmung korrigieren. Es gibt sie als „Jahreslinse“, Monatslinse und Tageslinse. Jahreslinsen sind meist geringfügig dicker, und die Hersteller bieten in der Regel mehrere Radien und Durchmesser an.   Weiche Individualsysteme sind Maßanfertigungen. Variabel sind die Linsenform, die Durchmesser, die Größen der optischen Zonen und die Dicken. Auch beim Material ist man nicht festgelegt. Diese Linsen kommen z.B. bei trockenen Augen, klebenden und pappenden Standardlinsen und seltenen Hornhautformen und -Größen zum Einsatz.
 
Mit sog. torischen Weichlinsen korrigiert man Verkrümmungen der Hornhaut und/oder der Augenlinse. Die Stabilisation, die Ausrichtung der Zylinderachse, erfolgt z.B. über ein Ballastprisma, einen Innentorus oder Stabilisierungs-Zonen auf der Linsenvorderfläche. Natürlich sollen auch diese Linsen auf dem Auge möglichst gut schwimmen. Dabei ist ein zeitweises Verdrehen des Zylinders unvermeidlich. Sie gibt es als Jahreslinsen, Monatslinsen, und eingeschränkt auch als Tageslinsen.  

Farblinsen. Sie können mittlerweile fast alles. Braun wird grün oder blau. Violett??? Wer es mag!

Im Sandwichverfahren hergestellte sind dicker, unverträglicher, aber decken komplett ab. Sie werden nach Unfallverletzungen, entstellenden Narben, Doppeltsehen gebraucht.
 
Weiche für Nah und Fern
, auch das funktioniert mit Einschränkungen. Der Altersichtige muss gleichzeitig das Bild der Ferne und das Bild der Nähe „verarbeiten“ können. Eine Wahlmöglichkeit durch Kopfheben oder Kopfsenken wie bei der Brille besteht so gut wie nicht.
Bei hohen Sehanforderungen verbleibt nur die multifokale Hartlinse oder die zusätzlich Lesebrille.

Monatslinsen, Tageslinsen,
Tausch-, Wechsellinsen, (Disposables)

Diverse Fabrikate und Konstruktionen sind erhältlich. Mehrere Radien oder gar Durchmesser werden von den Herstellern selten angeboten. Individualität ist nicht gefragt: „one size fits all !!“
Die Vorteile: Immer eine frische, Ersatz sofort verfügbar, keine Ablagerungen, einfache Pflege, kein finanzielles Drama bei Bruch und Verlust. Da auch diese Linsen bei trockenen Augen anpappen und die Tränenzirkulation unterbinden gelten natürlich auch hier die gleichen Regeln für Handhabung und Gebrauch wie bei den weichen Jahreslinsen. Auch Silikon-Hydrogele sind hiervon nicht ausgenommen.
 
Die neue Linse aus den USA...
Die man 30 Tage.., 90 Tage.., am liebsten Tag und Nacht.., die nicht trocknet... und nicht...aber alles kann... usw. usw.
Sie taucht immer mal wieder in der Regenbogenpresse und in der Werbung auf.

Sie ist so alt wie die Geschichte, in der sich ein Metallarbeiter beim Schweißen durch den Lichtbogen die Contactlinse unlösbar auf der Hornhaut festbrennt. Purer Blödsinn, der aber regelmäßig wieder seinen Weg in die Presse, zur Berufsgenossenschaft und zu Betriebsärzten findet.

 

 


Brücke am Tay  -  www.bernd-nebel.de
Wenn der Architekt und das Material versagen

 
   

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